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Wie privat ist dein Trainingstagebuch? Sechs Fragen zum Datenschutz

7 Min. Lesezeit
Wie privat ist dein Trainingstagebuch? Sechs Fragen zum Datenschutz
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Wie privat dein Trainingstagebuch ist, hängt davon ab, wo du es führst. Dein Trainer soll es lesen können, wenn du es ihm zeigst oder schickst – auch dafür ist es da. Die eigentliche Frage ist, wer sonst noch mitlesen kann. Bei einem Heft in der Sporttasche sind das andere Leute als bei einer Notiz-App, einer Trainings-App oder einem geteilten Dokument in der Cloud. Für deine Notizen über Gegner gilt dasselbe. Die sechs Fragen unten kannst du dir bei jedem dieser Orte stellen; die Antworten von OpponentBook stehen am Ende.

Warum es darauf ankommt, wer mitliest

In ein Trainingstagebuch kommt, was du trainiert hast, wie anstrengend es war und wie es dir körperlich und im Kopf geht. Da stehen dann Zeilen wie diese:

  • Nach dem Wettkampf am Samstag kaum geschlafen.
  • Der untere Rücken meldet sich nach langen Einheiten wieder.
  • Die ganze Woche schwere Beine, nichts wollte richtig klappen.

Geschrieben ist das für dich und für deinen Trainer, falls du einen hast. Vielleicht will er das Tagebuch jede Woche oder jeden Monat sehen und plant dein Training nach dem, was darin steht. Also sollte drinstehen, wie es wirklich war. Ganz offen schreibt man aber nur für Leser, denen man vertraut.

Bei Notizen über Gegner kommt etwas hinzu – sie handeln von anderen Menschen. Das macht sie in zweierlei Hinsicht heikel:

  • Vielen Gegnern begegnest du mehr als einmal. In Einzelsportarten sind es oft Vereinskameraden, Trainingspartner oder Jugendliche, die du im Training mitbetreust. Eine Notiz wie „Wird ungeduldig, wenn die Ballwechsel lang werden“ liest sich für den, um den es geht, ganz anders als für dich.
  • Eine Gegneranalyse ist weniger wert, sobald der Gegner sie kennt. Wird eine Notiz im Verein oder in einem Gruppenchat herumgereicht, landet sie schnell beim Gegner selbst.

Sechs Fragen, egal wo du schreibst

Bei einem Heft erledigen sich manche Fragen von selbst. Bei einer App lohnt sich ein Blick in die Einstellungen, die Hilfe und die Datenschutzerklärung.

1. Wer sieht deine Einträge, ohne dass du sie teilst?

Für eine Trainingseinheit, die du gern zeigst, sind Feed, Follower, Teambereiche und geteilte Ordner praktisch. Für deine Seite über den nächsten Gegner sind sie es nicht. Prüfe deshalb:

  • wer einen neuen Eintrag standardmäßig sieht und wie viel davon
  • wer in einem Team- oder Vereinsbereich deine Einträge sieht
  • ob ein geteilter Ordner oder ein geteiltes Dokument für alle offen ist, die den Link haben

2. Kann das Unternehmen hinter der App mitlesen?

Speichert das Unternehmen deine Einträge lesbar auf seinen Servern, kann dort technisch jemand darauf zugreifen – auch wenn in der Datenschutzerklärung steht, dass niemand hineinschaut. Prüfe:

  • ob das Unternehmen deine Einträge überhaupt speichert oder nur das, was es für dein Konto braucht
  • was seine Datenschutzerklärung über die gespeicherten Daten sagt

3. Wo liegen deine Notizen und wer kann sie dort lesen?

Liegen deine Notizen in Google Drive, Dropbox, iCloud oder einem anderen Cloud-Speicher, schützt der Cloud-Anbieter sie wie deine übrigen Dateien. Technisch lesen kann er sie trotzdem, es sei denn, sie sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Dann verlassen sie dein Gerät nur verschlüsselt, und an ihren Inhalt kommt der Anbieter nicht heran. Bietet eine App das an, prüfe:

  • was die Verschlüsselung abdeckt und was nicht, etwa Fotos oder Dateinamen
  • was passiert, wenn du das Passwort für die Verschlüsselung vergisst

4. Was passiert mit deinen Einträgen, wenn du KI nutzt?

Startest du in einer App eine KI-Funktion oder kopierst du Notizen in einen Chatbot, geht der Text zur Verarbeitung an einen KI-Anbieter. Anders ist es nur, wenn die KI direkt auf deinem Gerät läuft. Finde heraus:

  • ob die KI nur arbeitet, wenn du sie startest, oder deine Einträge auch im Hintergrund liest
  • ob dein Text und die Antwort danach gespeichert bleiben und wie lange
  • ob deine Einträge in die Weiterentwicklung von KI-Modellen einfließen dürfen
  • ob du die KI ganz ausschalten kannst

5. Wie teilst du dein Tagebuch mit deinem Trainer?

Du kannst deinem Trainer eine Datei schicken oder ihm Zugang geben. Die beiden Wege unterscheiden sich:

  • Datei schicken: Er sieht nur, was in der Datei steht. Wer sie hat, kann sie behalten und weiterleiten wie jeden Mailanhang.
  • Zugang geben: Er sieht, was in deinem Konto oder in einem gemeinsamen Arbeitsbereich für ihn freigegeben ist, und zwar so lange, wie der Zugang besteht. Prüfe, was dieser Zugang alles umfasst und wie du ihn wieder entziehst.

Bei Gegnernotizen sollte der Kreis der Leser noch kleiner sein. Teile sie Gegner für Gegner und nur mit Leuten, die sich mit dir auf diesen Gegner vorbereiten.

6. Was, wenn jemand dein Handy oder dein Heft in die Hand bekommt?

Ein Heft kann lesen, wer es aufschlägt. Bei einer App ohne eigene Sperre hängt alles an der Bildschirmsperre deines Handys. Ist das Handy erst entsperrt, hilft auch keine Verschlüsselung mehr. Stell dein Handy also so ein, dass es sich kurz nach dem Weglegen von selbst sperrt.

So beantwortet OpponentBook die sechs Fragen

In der App OpponentBook bilden Gegnerbuch und Trainingstagebuch zusammen ein Buch. Hier die Antworten, Frage für Frage.

1. Ist etwas standardmäßig geteilt oder öffentlich? Nein. Es gibt keinen Feed, kein öffentliches Profil und keine Trainerkonten. Niemand kann dein Buch über sein eigenes Konto öffnen. Soll jemand etwas aus deinem Buch lesen, exportierst du eine Datei und schickst sie ihm selbst (siehe Punkt 5).

2. Liest OpponentBook mit? In unserer Kontodatenbank liegt keine Kopie deines Buches. Das gilt allerdings nur fürs Speichern – startest du eine KI-Funktion, laufen die dafür nötigen Inhalte über einen Server von OpponentBook (siehe Punkt 4). Damit die App läuft, verarbeiten wir:

  • Konto-, Abo- und Nutzungsangaben
  • einen begrenzten Index und Einstellungen, darunter IDs, Datumsangaben und Sportart-Tags

3. Wo liegen deine Notizen? Auf deinem Gerät. Ob ein Speicheranbieter ins Spiel kommt, entscheidest du:

  • Ohne Cloud-Speicher: Dein Buch bleibt auf deinem Gerät, ohne Cloud-Backup und ohne Abgleich mit anderen Geräten. Für eine zusätzliche Kopie sicherst du eine Backup-Datei (Einstellungen → Backup).
  • Mit Cloud-Speicher: Verbindest du Google Drive oder Dropbox, bekommst du ein Cloud-Backup und den Abgleich zwischen deinen Geräten. Auch iCloud lässt sich verbinden, in der Android-App allerdings nicht. In der Web-App geht das nur, solange für deinen Apple Account der Erweiterte Datenschutz ausgeschaltet ist. Auf einem weiteren Gerät erscheint dein Buch, sobald du dort dasselbe Cloud-Konto verbindest.

Bei deinem Speicheranbieter liegen die Dateien deines Buches wie alles andere, was du dort speicherst – geschützt, aber für ihn technisch lesbar. Soll auch der Speicheranbieter deine Einträge nicht lesen können, schaltest du die optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) ein. Deine Einträge werden dann schon auf deinem Gerät mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor sie hochgeladen werden. Der Speicheranbieter kann ihren Inhalt danach nicht mehr lesen.

Zwei Dinge deckt E2EE nicht ab:

  • Fotos und Videos: Für sie gilt bislang nur der übliche Schutz des Speicheranbieters.
  • Dateinamen, Dateigrößen und Änderungszeiten: Sie bleiben für den Speicheranbieter sichtbar.

Bevor du E2EE einschaltest, solltest du vier Dinge wissen:

  • Den Schlüssel zu deinen Einträgen entsperrst du mit deinem Verschlüsselungspasswort oder mit dem Wiederherstellungscode. Keins von beiden wird an OpponentBook übermittelt.
  • Der Wiederherstellungscode wird beim Einrichten von E2EE nur einmal angezeigt. Bewahre ihn sicher auf – vergisst du das Verschlüsselungspasswort, öffnest du deine Einträge mit diesem Code.
  • Verlierst du sowohl das Verschlüsselungspasswort als auch den Wiederherstellungscode, können weder OpponentBook noch der Speicheranbieter die verschlüsselten Einträge wiederherstellen.
  • Setzt du dein Kontopasswort zurück, bleibt das Verschlüsselungspasswort unverändert.

4. Was passiert bei KI-Funktionen? KI wird nur aktiv, wenn du eine KI-Funktion startest, etwa eine Zusammenfassung, ein Turnier-Briefing oder die Spracheingabe. Im Hintergrund durchsucht keine KI dein Buch. Für deine Daten heißt das:

  • Die Inhalte, die eine KI-Funktion braucht, gehen über einen Server von OpponentBook an einen externen KI-Anbieter.
  • Auf unseren Servern bleiben nach der Verarbeitung weder diese Inhalte noch die Ergebnisse der KI. Gespeicherte Ergebnisse liegen auf deinem Gerät und, falls verbunden, in deinem Cloud-Speicher.
  • Wie der KI-Anbieter selbst mit den Daten umgeht und wie lange er sie aufbewahrt, beschreibt unsere Datenschutzerklärung.

Wie viel bei der KI landet, bestimmst du selbst:

  • Trainingstagebuch: In den Tarifen Pro und Max liest die Entwicklungsanalyse dein Trainingstagebuch nur, wenn du für diese Analyse das Häkchen bei „Trainingstagebuch einbeziehen“ setzt. Standardmäßig ist es nicht gesetzt.
  • Ganz ohne KI: Schaltest du unter Einstellungen → Privatsphäre die Option „KI-Funktionen deaktivieren“ ein, laufen keine KI-Funktionen mehr, auch keine Spracheingabe. Alles, was dein Tarif ohne KI bietet, funktioniert weiter.

5. Wie bekommt dein Trainer deine Einträge? Du exportierst auf deinem Gerät eine PDF- oder Word-Datei und schickst sie selbst. Was darin steht, hängt davon ab, was du exportierst:

  • Trainingszeitraum: Die Datei enthält jeden Eintrag aus deinem Trainingstagebuch, der in den gewählten Zeitraum fällt. Folgst du in der App einem Trainingsplan (ab Premium), enthält sie außerdem den Plan und für jede Woche einen Vergleich zwischen geplanten und eingetragenen Einheiten. Gegnernotizen sind nicht dabei.
  • Gegner: Für jeden gewählten Gegner enthält die Datei alles, was du über ihn notiert hast, auch deine Notizen zu jedem Match gegen ihn.

6. Und wenn jemand dein Handy nimmt? Ist es entsperrt, kann er die App öffnen und dein Buch lesen, auch mit E2EE. Davor schützt die Bildschirmsperre deines Geräts.

Drei Handgriffe für heute Abend

Nimm dir ein paar Minuten für die App, in der deine Notizen gerade liegen:

  • Öffne die Privatsphäre-Einstellungen und schau nach, wer deinen nächsten Eintrag sehen würde.
  • Finde heraus, was mit Text passiert, den du einer KI-Funktion übergibst oder in einen Chatbot kopierst.
  • Stell an deinem Handy eine kurze Zeit für die automatische Sperre ein.

Sagen dir die Antworten von OpponentBook zu, kannst du Gegnerbuch und Trainingstagebuch dort nebeneinander führen – beides kostenlos. Was wo gespeichert wird, steht ausführlich auf der Datenschutzseite; Antworten zu einzelnen Einstellungen findest du im Hilfe-Center.

Leg dein kostenloses Gegnerbuch an und schreib den nächsten Eintrag vollständig, bevor die Einzelheiten verblassen.

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